Sauberes Tränkewasser – ein Schlüssel für mehr Erfolg im Stall

Schwein mit Wasser

Wasser ist für landwirtschaftliche Nutztiere ein lebensnotwendiges Futtermittel. Bei vielen physiologischen Prozessen im Tierkörper (z. B. Nährstofftransport, Stoffwechselreaktionen, Temperaturregulation, Aufrechterhaltung des Zelldrucks) übernimmt Wasser eine Schüsselfunktion. Ohne eine ausreichende Menge und hohe Qualität des Tränkewassers sind die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Tiere gefährdet. Problematisch ist hierbei oft nicht die Ausgangsqualität des Wassers, sondern die Bildung eines sogenannten Biofilms an den Innenwänden der Leitungssysteme (s. Darst. 1)

Biofilme – optimale Brutstätten für pathogene Keime

Der Biofilm ist ein schmierig-schleimiger Belag von grün, gelblich-brauner Farbe, seine Entstehung ist ein natürlicher Prozess.

Je nach Keimbelastung der Luft und des Wassers, der Wassertemperatur und der Durchflussmenge bzw. der Standzeiten des Wassers im Leitungssystem schreitet seine Entwicklung mehr oder weniger schnell voran. Auch die Zugabe von Medikamenten und Vitaminen über die Tränkeleitungen beschleunigen das Biofilmwachstum.

Biofilme setzen sich aus Mikroorganismen (wie Bakterien, Pilze und Algen), ihren Stoffwechselprodukten und anorganischen Substanzen des Wassers (Kalk, Eisen- bzw. Manganverbindungen) zusammen. Dringen krankmachende Keime in das Wasserleitungssystem z. B. über die Tränke ein, können diese den vorhandenen Biofilm besiedeln mit massiven negativen Folgen für die Wasserhygiene und damit für die Tiergesundheit (s. Darst. 1). Da er sich ständig verändert, lösen sich Teile des Films ab. Durch die Ablösung gelangen kontinuierlich pathogene Keime und weitere Bestandteile in das Tränkewasser. Die abgelösten Biofilmfragmente enthalten häufig gramnegative Keime, deren Aufnahme oftmals Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts (z. B. Durchfälle) zur Folge haben.

Ziel muss es sein, die Biofilmentwicklung in Leitungen zu minimieren und so die Keimlast zu reduzieren, um eine optimale Wasserversorgung zu gewährleisten.

Mehr Sicherheit für die Tränkewasserqualität

SCHAUMANN bietet mit SCHAUMADES CLEAN WS und SCHAUMADES CLEAN sowie der neuen organischen Säurekombination SCHAUMACID AQUA drei Spezialprodukte zur Bekämpfung von Biofilmen.

SCHAUMADES CLEAN – reinigt und desinfiziert in einem Schritt

Für die Grundreinigung der Wasserleitungen im unbelegten Stall steht mit SCHAUMADES CLEAN ein alkalischer Desinfektionsreiniger zur Verfügung. Der Einsatz von SCHAUMADES CLEAN beseitigt effektiv Ablagerungen sowie Verschmutzungen und bekämpft zuverlässig säuretolerante Bakterien. Bei besonders starken Ablagerungen sollte eine Kombibehandlung mit Säuren und Laugen (getrennt voneinander!) erwogen werden.

SCHAUMACID AQUA – einfache Handhabung und zweifach effektiv

Neue spezielle Kombination aus organischen Säuren mit einer effektiven, antimikrobiellen Wirkung sowohl im Tränkesystem als auch im Tier. Der hohe Säurenanteil reduziert pathogene Keime bereits in den Leitungen und reduziert so den Keimeintrag über das Tränkewasser ins Tier. Zusätzlich stabilisiert SCHAUMACID AQUA die Magen-Darm-Flora und mindert das Durchfallrisiko. Durch den zweifachen Wirkungsansatz von SCHAUMACID AQUA (im Leitungssystem und im Tier) wird die Tiergesundheit und Leistung sicher geschützt.

SCHAUMADES CLEAN WS – stark gegen pathogene Keime

Spezielles Mehrkomponenten-Desinfektionsmittel entfernt zuverlässig Biofilme aus den Tränkewasserleitungen und verhindert so ein erneutes Anwachsen. Die Kombination von Wasserstoffperoxid (Oxidationsmittel) und Silber wirkt in zwei Phasen gegen den Biofilm-Besatz. Beide Komponenten haben eine nachgewiesene bakterizide Wirkung. SCHAUMADES CLEAN WS ist einfach zu dosieren, einsetzbar in allen Temperaturbereichen, nicht korrosiv und nach der Trink- und Tafelwasserverordnung zugelassen (auch in belegten Ställen).

Biofilmbildung in Wasserringleitungen
Darst. 1: 1 Biofilmbildung in Wasserringleitungen (nach F. von der Haar, 2010)
Biofilme
Biofilm aus einer Wasserleitung